Zwei Tage Pilgern und Beten mit den Füßen

Am 26. bis 28. April haben sich dreizehn Pilger auf den Weg gemacht, um die ersten beiden Etappen des alten Weges vom ehemaligen Kloster Loccum nach Volkenroda in Thüringen zu gehen. Gekommen sind wir – mit einer Übernachtung in Loccum und in Stadthagen – bis Kathrinhagen bei Rehren. (...mehr)

Schon am Freitagabend haben wir uns in der Pilgerherberge in Loccum getroffen, in der Klos-terkirche die „Hora“ (lat. Stunde), also die Vesper, gebetet. Abendessen und Frühstück gab es in der benachbarten evangelischen Akademie.

Am Samstagmorgen ging es dann bei schönstem Sonnenschein und nach einem kurzen Segens-gebet endlich los. Bis Mittag wanderten wir fast nur durch den herrlichen Loccumer Wald mit Teichen und viel frischem Grün. Hier und da ein kurzer Halt mit einem meditativen Impuls, mal Schweigen, das letzte gesungene Lied noch im Ohr, mal intensive Gespräche. Der Regen, der dann am Nachmittag einsetzte, hat uns nicht gestört. Die Pilgerkirche in Pollhagen bot uns kurzzeitig Schutz und Gelegenheit über die Wünsche an unsere Kirche nachzudenken.

Als wir dann wieder gehen wollten, bekamen wir von einer Beerdigungsgesellschaft im dortigen Gemeindehaus netterweise noch die Kaffeereste und die letzten Schnittchen angeboten. Am anderen Morgen sind wir wieder mit einem kurzen Gebet in der Martinikirche in Stadtha-gen gestartet. Diesmal ging es über die Bückeberge. Kleine Regenschauer brachten uns immer wieder Segen von oben, aber an jedem Sonnenstrahl zwischendurch haben wir uns noch mehr erfreut. So gelangten wir schließlich nach etwa 18 km gegen 15 Uhr an der alten Katharinenkir-che in Kathrinhagen an, einem gotischen Kleinod aus dem 15. Jahrhundert.

Dort gab es den Schlusssegen. Der Boni-Bus und ein Privat-PKW erwarteten uns schon und brachten uns sicher und erfüllt mit vielen schönen Eindrücken und Erfahrungen zurück nach Neustadt. Alle waren sich einig: Im nächsten Jahr soll es weitergehen!